Atemübungen mit Düften

Danke Wasser

Atemübungen mit Düften (Aromatherapie)

(Auszug aus dem Buch: „Angststörungen“)

Die Aromatherapie, das Heilen mit Düften, ist seit einiger Zeit recht in Mode gekommen und kann bei Menschen mit Angststörungen durchaus sinnvoll eingesetzt werden. Düfte können durch die Verbindung mit angenehmen Erlebnissen eine Angstreduktion bewirken. Bei Angst- und Spannungszuständen
mit flacher und rascher Atmung kann der Duft ätherischer Öle die Einatmung durch die Nase fördern und damit eine intensivere Atmung sowie eine
Beruhigung bewirken. Nehmen Sie bei Agoraphobie ein Duftfläschchen mit, an dem Sie bei Bedarf riechen. Düfte lösen bestimmte körperliche und seelische Reaktionen aus. Der Geruchssinn steht wie kein anderes Sinnesorgan in direkter Verbindung zu jenen Gehirnzentren, die für die Auslösung emotionaler Reaktionen verantwortlich sind. Die entsprechenden Gehirnregionen haben sich phylogenetisch aus dem Riechhirn entwickelt. Duftreize wirken auf das limbische System ein, werden dort verarbeitet und lösen über das autonome Nervensystem eine physiologische Aktivierung (Sympathikus) oder eine
Beruhigung (Parasympathikus) aus. Die Duftinformationen werden zur Hypophyse geleitet, die den Hormonhaushalt reguliert und alle ihr untergeordneten endokrinen Drüsen steuert, wobei jeweils eine bestimmte Menge eines Hormons produziert wird. Bei unangenehmen Gerüchen wird der Atem flacher.
Bei angenehmen Düften reagiert das autonome Nervensystem mit einer Vertiefung der Atmung. Angenehme Düfte können schöne Erinnerungen
mobilisieren, die im Gehirn positive Gefühle, Entspannung und Wohlbefinden auslösen. Düfte führen zu einer vermehrten Produktion stimmungsverändernder Neurotransmitter und wirken belebend . Der Duft von Ylang-Ylang bremst angeblich die Adrenalinproduktion und soll beruhigend wirken. Bei Kurzatmigkeit können bestimmte Düfte eingesetzt werden, um die Atmung zu vertiefen oder anzuregen, und zwar alle frischen oder minzigen, eukalyptolhaltigen ätherischen Öle: Latschenkiefer, Fichtennadel, Zirbelkiefer, Tanne, Pinie, Cajaput, Eukalyptus, Minze, Myrte.
Bestimmte ätherische Öle sollen bei Angstzuständen besonders wirksam sein:
Basilikum, Benzoe, Bergamotte, Geranie, Jasmin, Lavendel, Mandarine, Melisse, Muskatellersalbei, Neroli (Bitterorangenblüten), Orange, Patchouli, Pampelmuse, Römische Kamille, Rose, Sandelholz, Vetiver, Ylang-Ylang, Zeder.
Lavendel und Neroli werden am häufigsten empfohlen. Nach EEG-Messungen löst Lavendel im Gehirn Alpha-Wellen aus, die für einen entspannten Zustand typisch sind. Vielen Menschen wird ein Orangen- oder Minze-Duft mehr behagen. Eine Mischung aus mehreren Ölen kann noch wirkungsvoller sein als ein einzelner Duft. Duftlampen und Räucherwerk können die Raumluft verbessern und das angenehme Empfinden fördern. Aromastoffe können das allgemeine Wohlbefinden fördern, die behaupteten therapeutischen Wirkungen sind jedoch empirisch nicht erwiesen.

von Dr. Hans Morschitzky
Klinischer und Gesundheitspsychologe
Psychotherapeut (Verhaltenstherapie und Systemische Familientherapie)
A-4040 Linz, Hauptstraße 77 Tel. 0043 732 77 86 01 E-Mail: morschitzky@aon.at

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